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Rechteckrohr-Tragfähigkeit berechnen – Last & Tabelle

Rechteck- und Quadratrohre aus Stahl oder Aluminium vergleichen: Biegespannung, Durchbiegung und Nutzlastgrenze für Gleichlast, Einzellast oder Kragarm.

Rechteckrohr-Träger prüfen

Vorläufige elastische Prüfung für Rechteck- oder Quadratrohrträger. Biegespannung, Durchbiegung und geschätzte Lastgrenze vergleichen.

Zur Tragfähigkeitstabelle ↓
Maximale Durchbiegung7,23 mm

100 × 50 × 3,0 mm · 150,0 kg/m

Vorläufig erfüllt
Geschätzte NutzlastgrenzeMaßgebend: Durchbiegung264,2 kg/m

Rohrprofil und Belastung

Typische Lastfälle als Startpunkt Ein Klick übernimmt alle Werte; jedes Feld bleibt danach editierbar.
Flächenlast in Linienlast umrechnen Dach-, Boden- oder Schneelast × Einzugsbreite des Trägers.
Ergibt Gleichlast150,0 kg/m

Trägerverformung

Trägerdiagramm des Rechteckrohrs Gelenkig gelagerter Rechteckrohrträger mit Gleichlast über die gesamte Spannweite; berechnete Durchbiegung 7,23 Millimeter. L = 3,00 m δ = 7,23 mm

Ideale Lagerung: gelenkig · Gleichlast. Die Verformung ist überhöht dargestellt.

Biegespannung77,1 MPa
Zulässige Spannung166,7 MPa
Profilgewicht6,78 kg/m
Widerstandsmoment22,42 cm³

Ausnutzung

Biegung46,3%
Durchbiegung57,9%
Ein grünes vorläufiges Ergebnis ist kein statischer Nachweis. Anschlüsse, lokales Beulen, seitliche Stabilität, Bohrungen, Schweißnähte, Ermüdung, Lastkombinationen und die maßgebende Norm sind nicht Bestandteil dieses vereinfachten Modells.

Querschnittswerte

Fläche864 mm²
Flächenträgheitsmoment112,12 cm⁴
Zulässige Durchbiegung12,50 mm
Maximales Moment1,73 kN·m
I = (B·H³ − b·h³)/12; W = I/(H/2); σ = M/W. E = 200 GPa.

Rechteckrohr-Tragfähigkeitstabelle

Jede Zeile wird mit der aktuellen Spannweite, Last, Lagerung, dem Werkstoff und der Durchbiegungsgrenze neu berechnet. „Leichteste Wahl“ bedeutet nur die leichteste passende Größe in diesem kurzen Vergleich, keinen vollständigen Normnachweis.

Leichteste Wahl: 100 × 50 × 3 mm
Profil H × B × t Gewicht Durchbiegung Maßgebende Ausnutzung Ergebnis Aktion
40 × 40 × 2 mm 2,39 kg/m 107,42 mm 859,3% Nicht erfüllt
60 × 40 × 3 mm 4,43 kg/m 29,16 mm 233,3% Nicht erfüllt
80 × 40 × 3 mm 5,37 kg/m 14,39 mm 115,1% Nicht erfüllt
100 × 50 × 3 mm 6,78 kg/m 7,23 mm 57,9% Leichteste Wahl
120 × 60 × 4 mm 10,80 kg/m 3,26 mm 26,1% Erfüllt
100 × 100 × 4 mm 12,06 kg/m 3,55 mm 28,4% Erfüllt
150 × 100 × 5 mm 18,84 kg/m 1,16 mm 11,1% Erfüllt
200 × 100 × 6 mm 27,13 kg/m 0,51 mm 6,5% Erfüllt

Was dieser Rechner prüft

Das Modell bildet ein gerades prismatisches Rechteck- oder Quadratrohr bei kleiner elastischer Biegung ab. Ergebnisse sind Flächenträgheitsmoment um die starke Achse, Widerstandsmoment, Biegespannung, Durchbiegung und eine Nutzlastschätzung.

Lagerungs- und Lastfälle

Vollflächige Gleichlast oder Einzellast sowie ideale gelenkige Auflager, beidseitige Einspannung oder Kragarm wählen. Die Einzellast wirkt bei zweiseitig gelagerten Trägern in Feldmitte und beim Kragarm am freien Ende. Reale Anschlusssteifigkeiten liegen meist zwischen den Idealfällen.

Warum die Profilausrichtung wichtig ist

Die Profilhöhe geht in dritter Potenz in das Flächenträgheitsmoment ein. Wird die längere Seite senkrecht gestellt, kann die Durchbiegung deutlich sinken, ohne das Gewicht zu verändern.

So funktioniert der Profilvergleich

Jede Größe verwendet dieselben Trägergleichungen wie das Hauptergebnis und berücksichtigt auf Wunsch ihr eigenes Eigengewicht. Ein Profil gilt nur dann als erfüllt, wenn Biegespannung und die gewählte L/n-Grenze gleichzeitig eingehalten werden. Eine Zeile kann direkt in den visuellen Rechner übernommen und vollständig geprüft werden.

Einheiten und Eigengewicht

Metrische und US-Eingaben werden intern in einem N-mm-Modell berechnet. Das optionale Eigengewicht folgt aus dem idealisierten scharfkantigen Querschnitt und der gewählten Materialdichte. Materialvorgaben setzen Elastizitätsmodul, Dichte und eine typische Streckgrenze; die tatsächliche Werkstoffgüte ist vor Verwendung zu prüfen.

Flächenlast aus Dach oder Boden umrechnen

Eine Flächenlast in kg/m² wird mit der Einzugsbreite des einzelnen Trägers multipliziert. 100 kg/m² bei 1,5 m Trägerabstand ergeben zum Beispiel 150 kg/m Linienlast. Lastbeiwerte, Lastkombinationen und regionale Schnee- oder Nutzlasten müssen weiterhin fachgerecht festgelegt werden.

Aluminium-Vierkantrohr EN AW-6060 T66 berechnen

Der Aluminium-Modus verwendet für EN AW-6060 T66 einen Elastizitätsmodul von 69 GPa, 2,70 g/cm³ Dichte und 160 MPa 0,2%-Dehngrenze für Strangpressprofile bis 5 mm Wanddicke. Diese Werte stammen aus dem Hydro-Werkstoffdatenblatt nach EN 755-2. Bei größeren Wanddicken, anderer Legierung oder anderem Zustand muss die tatsächliche Dehngrenze eingetragen werden.

Der Vergleich ist eine elastische Vorbemessung mit idealisiert scharfkantigem Querschnitt. Lokales Beulen, Wärmeeinflusszonen von Schweißnähten, Anschlüsse, Stabilität, Lastkombinationen und der vollständige Nachweis nach Eurocode 9 bleiben unberücksichtigt.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechnet man die Tragfähigkeit eines Rechteckrohrs?

Zuerst werden Flächenträgheitsmoment und Widerstandsmoment aus Höhe, Breite und Wanddicke bestimmt. Aus Last, Spannweite und Lagerung folgen Biegemoment, Spannung und Durchbiegung. Tragfähig ist die Vorprüfung nur, wenn sowohl die zulässige Spannung als auch die gewählte L/n-Grenze eingehalten werden.

Verringert höherfester Stahl die Durchbiegung?

Nein. Die Streckgrenze verändert die Spannungsgrenze; die elastische Durchbiegung hängt vor allem von Last, Spannweite, Elastizitätsmodul und Flächenträgheitsmoment ab.

Ist dies ein Nachweis nach AISC oder Eurocode?

Nein. Es ist eine transparente elastische Vorprüfung, kein vollständiger Normnachweis und kein Ersatz für eine Tragwerksplanung.

Warum kann die Durchbiegung vor der Festigkeit maßgebend sein?

Große Spannweiten verstärken die Durchbiegung mit der dritten oder vierten Potenz der Länge. Ein Träger kann daher unterhalb der Streckgrenze bleiben und dennoch für die Gebrauchstauglichkeit zu weich sein.

Vom einzelnen Profil zum Tragwerk

Dieser Rechner prüft ein Hohlprofil als Biegeträger. Für den nächsten Schritt wählen Sie das passende System: Ein gedrückter Pfosten braucht den Rechteckrohr-Knicklastrechner, ein geneigtes Stabwerk den Stahlrohr-Dachbinderrechner und ein vollständiges Vordach den Stahlcarport-Rechner. Für Walzprofile mit IPE-, HEA- und HEB-Tabellenwerten bleibt der Stahlträger-Tragfähigkeitsrechner das richtige Modell.

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